Donnerstag, 11. September 2014

Tim hat mir letztens vorgeworfen, dass ich zu sehr auf Unfälle geachtet und dadurch die Sorglosigkeit seiner Kindheit zerstört hätte. Dass ich dafür zwölf Monate zwangsbehandelt wurde, irritierte ihn weniger. Wenn er an Risperdal denkt, spekuliert er eher über die Pharmakodynamik als über die Indikation. Dabei hatte er in seinem Wohnprojekt alle Zeit der Welt auf seinen Gegenüber einzugehen.



Inzwischen zappe ich bei Unfallmeldungen weiter oder blende sie aus. Synchronizitäten interessieren mich nur noch selten. Aber für den 1. Juli 2002 nehme ich mir Zeit. Vielleicht finde ich dadurch eine Erklärung dafür, warum am 11. September 2001 ausgerechnet während des Zusammenbruchs der Zwillingstürme jemand im Blasterforum über Fightclubs spekulierte, während ich unter einem Brad-Pitt-Kalender saß. Mir ist klar, dass Informationsströme trotz Rückzug oft schwer zu entflechten sind. Aber wenn ich mich auf enge Zeitfenster konzentriere, ist es vielleicht weniger kompliziert.

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